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Malteser Olpe

Diözesanübung "Janus 2017"

24.09.2017
Zwei Helfer bringen einen Verletzten zur Verletztenablage.
Michael Wibberg (2 v.r.) und Jan Hartmann (r.) gemeinsam mit der Hövelhofer Feuerwehr bei der medizinischen Rettung eines PKW-Insassen.
Blick auf die Patientenablage.
Max Koch bei der Behandlung eines Verletzten. Fotos: P&Com Team LtgED

Hövelhof (Kreis Paderborn), Unna, Rheda-Wiedenbrück, Siegen, Brakel, Osnabrück. Mit einem überraschenden Übungsszenario wurden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn bei der diesjährigen Diözesanübung am Samstag, 23.09.2017, konfrontiert. Das ihnen bekannte Szenario: Nach einem Unfall in einem Chemiewerk nahe der fiktiven Gemeinde „Brickerfeld“ kommt es zu einem Austritt von Giftstoffen. Die Gemeinde liegt in Windrichtung der Giftstoffwolke und muss daher geräumt werden. Die Übungsleitung übernahmen Thorsten Heß von der Leitung Einsatzdienste der Diözese Paderborn in Kooperation mit dem Team um Dirk Fahrland vom Institut für Gefahrenabwehr St. Augustin.

Auf dem Weg zu dem bekannten Szenario dann die große Überraschung: Die Einsatzeinheiten treffen unterwegs auf ihre tatsächliche Aufgabe. Bei einem simulierten Verkehrsunfall ist ein PKW mit einem voll besetzten Bus kollidiert. In dem PKW sind mehrere Personen eingeklemmt. Rund 40 Verletzte und unverletzt betroffene Reisegäste, die auf den Weg in den Urlaub waren, befinden sich im Bus. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheiten Paderborn und Unna wissen beim Eintreffen am Unfallort nichts von dieser Aufgabe. Waren sie doch gedanklich auf die Evakuierung der Gemeinde „Brickerfeld“ eingestellt.“ Nach einer kurzen Phase der Überraschung, begannen die beiden Einheiten mit der Versorgung und Betreuung der unverletzt Betroffenen und Verletzten.  
 
Die Schwierigkeit bei dieser Übung stellte für die Helferinnen und Helfer die Überraschung des gewechselten Szenarios dar. In wenigen Sekunden mussten sie umdenken und blitzschnell handeln: einige Darsteller stürmten bereits in den ersten Minuten auf die Malteser zu und verlangten nach Hilfe. Sie mussten die Menschen in ihrer verzweifelten Lage auffangen, beruhigen und betreuen. Ein enges Zusammenspiel der Sanitäts- und Betreuungseinheiten auf engem Raum war gefragt und funktionierte hervorragend.

Zudem unterstützten Kräfte aus Siegen, Brakel, Osnabrück, Rheda-Wiedenbrück, Hagen, Warendorf und weiteren Orten aus der Diözese die große Übung. Sie stellten die Einsatzleitung oder Rettungswagen mit Besatzung zur Behandlung im Unfallszenario. Für die Versorgung aller Beteiligten rückten die Helferinnen und Helfer der Feldküche Hövelhof an.

Insgesamt ziehen die Malteser aus der Erzdiözese Paderborn ein erstes positives Fazit aus der Übung: „Ich bin froh, dass diese Übung uns gezeigt hat, dass unsere Helferinnen und Helfer auch in schwierigen Situationen, wo sie gedanklich bereits bei einer Evakuierung waren, schnell umschalten können, um einen Massenanfall von Verletzten zu versorgen“, so Thorsten Heß, stellv. Leiter Notfallvorsorge der Diözese Paderborn.

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